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MINToringSi-Teilnehmer programmierten Internetseite für Planetenlehrpfad

Ole Samuel Witt und Tjark Fischer (vorne v. l.) haben eine Internetseite zum Planetenlehrpfad selbst erstellt und programmiert.

Tjark Fischer und Ole-Samuel Witt, die beide 17-jährige Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe sind und Ende Januar offiziell ins Bildungsprogramm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in ein MINT-Studium“ aufgenommen wurden, haben im Rahmen ihrer gemeinsamen Physik-Facharbeit eine Internetseite für den Bad Laaspher Planetenlehrpfad entwickelt, programmiert und designt. „Diese Anfertigung einer solchen Facharbeit ist eine sehr gute Grundlage für die Projektarbeit im zweiten Förderjahr des Bildungsprogramms MINToringSi“, sind sich die beiden MINToringSi-Programmbetreuer Dr. Thomas Reppel und Julia Förster einig. Seit 3. September ist die offizielle Website des Planetenlehrpfads Bad Laasphe unter www.planetenlehrpfad.space verfügbar. Interessierte haben die Möglichkeit, das Sonnensystem online zu erkunden – zu Hause, unterwegs oder bei einem Spaziergang entlang des Lehrpfads. 

Spannende Informationen zu den einzigartigen Planeten, ein anspruchsvolles Planeten-Quiz, eine anschauliche Simulation der Planetenumlaufzeiten um die Sonne und vieles mehr warten auf interessierte Homepagebesucher. Weiterhin kann der Besuch des Planetenlehrpfads mithilfe der detaillierten Anfahrtsbeschreibungen auf der Homepage geplant werden. Hintergrundinformationen zur Entstehung und Geschichte des Lehrpfads runden das Angebot auf der Website ab. 

Die offizielle Website des Planetenlehrpfads Bad Laasphe ist seit Anfang September verfügbar.

Für die Zukunft haben die beiden Schüler ein Drohnenvideo angedacht, das den Flug entlang des Planetenlehrpfads zeigt. Weiterhin sind QR-Code-Tafeln sowie eine neue Beschilderung des Planetenlehrstabs denkbar. Eine maßstabsgetreue Umrechnung der Gehgeschwindigkeit der Besucherinnen und Besucher in Lichtgeschwindigkeit ist ebenfalls eine denkbare Weiterentwicklungsmöglichkeit.

Dieses gemeinsame Programm des VdSM als Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V., der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg fördert seit 2008 in jeweils drei Jahre langen Mentoren-Beziehungen den Übergang vom Abitur bis in die ersten Semester an der Universität. Dadurch sollen die Teilnehmer von MINToringSi bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach unterstützt werden. Die Abkürzung „MINT“ steht dabei für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Infos und Fotos: Städtisches Gymnasium Bad Laasphe

Im Online-MINToringSi-Camp selbst experimentiert

Wie wird mit Hilfe einer Entwurfssoftware eine elektronische Schaltung virtuell entwickelt? Wie funktioniert ein in Software programmierter Herzschrittmacher? Welche Herausforderungen gibt es im Leichtbau? Wie kann eine Lavalampe selbst gebaut werden? Was sind asymptotische Konfidenzintervalle? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen Ende Juni 19 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“.

Die Teilnehmenden des Online-MINToringsSi-Camps 2021
(Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Im Online-MINToringSi-Camp brachten Lehrende der Universität Siegen den MINTees an zwei Nachmittagen die Bereiche Elektrotechnik, medizinische Informatik, Fahrzeugleichtbau, Chemie und Mathematik näher. Die Veranstaltung ist Bestandteil von MINToringSi, einem gemeinsamen Programm des Verbandes der Siegerländer Metallindustriellen e.V. (VdSM), der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg. Ziel ist es, angehende Abiturientinnen und Abiturienten bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu unterstützen und den Übergang an die Hochschule in den ersten Semestern zu begleiten.

„Das MINT-Camp ist ein wichtiger Baustein im Programm, der den Schülerinnen und Schülern praktische Anwendungsfelder der Studieninhalte zeigt“, sagt Julia Förster, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. „Die MINT-Fächer werden dadurch mit Leben gefüllt und die Workshops helfen dabei, Begeisterung zu wecken und so die Motivation für ein Studium zu stärken.“

Während des zweitägigen Camps wurden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich dann mit dem jeweiligen Lehrenden in einem Breakout-Raum getroffen haben, um dort gezielt ein Thema zu behandeln. So gab es einen Raum für die Elektrotechnik, einen für die medizinische Informatik, einen für den Fahrzeugleichtbau und einen weiteren in dem sich mit Chemie und Mathematik beschäftigt wurde.

Im Elektrotechnik-Workshop von Dipl.-Ing. Peter Sahm entwickelten und testeten die MINTees mit Hilfe einer Entwurfssoftware eine elektronische Schaltung virtuell. Damit es jedoch nicht bei der momentan allgegenwärtigen Virtualität blieb, wurde die Schaltung im Anschluss auch real aufgebaut.
(Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Einen Einblick in ein Themengebiet der Elektrotechnik gab Dipl.-Ing. Peter Sahm mit seinem Workshop „Praktischer Schaltungsentwurf“. Am Beispiel der sogenannten „astabilen Kippstufe“ lernten die MINTees, wie man mit Hilfe einer Entwurfssoftware (hier TinkerCAD) eine elektronische Schaltung virtuell entwickeln und anschließend auch testen und betreiben kann, ohne sie vorher real aufgebaut zu haben. Damit es jedoch nicht bei der momentan allgegenwärtigen Virtualität bleibt, wurde im Anschluss die Schaltung auch real aufgebaut. Hierfür hatten die MINTees im Vorfeld alle benötigten Komponenten per Post nachhause geschickt bekommen: Ein kleines Experimentier-Board, zwei Widerstände, ein Potentiometer, zwei Kondensatoren, ein Takt-IC, ein LED, ein Batteriepack sowie mehrere Verbindungskabel. „Bei der Durchführung des Experiments zeigte sich sehr deutlich, dass die Betreuung von praktischen Arbeiten aus der Ferne eine große Herausforderung ist“, sagte Dr. Bernd Klose, der das Programm für die Universität Siegen betreut. Dennoch hätten es fast alle MINTees geschafft, die astabile Kippstufe in Gang zu setzen und die LED in Abhängigkeit von der Potentiometereinstellung schnell oder langsam blinken zu lassen – exakt so, wie es die Simulation am PC vorher gezeigt hat.

In Workshop zur medizinischen Informatik lernten die MINTees von Christian Gibas, dass das Elektrokardiogramm (EKG) das zentrale Instrument ist, wenn es um die Untersuchung des menschlichen Herzens geht. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Den Teilbereich der medizinischen Informatik brachten die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Steffen Büchner, Christian Gibas und David Krönert den MINTees näher. In diesem Workshop lernten die MINTees, dass das Elektrokardiogramm (EKG) das zentrale Instrument ist, wenn es um die Untersuchung des menschlichen Herzens geht. Zu Beginn des Workshops wurden die Grundlagen von dem EKG und dem Herz gelegt, bevor in einem nächsten Schritt der Herzschrittmacher (HSM) vorgestellt wurde. Dieses Wissen nutzen die Schülerinnen und Schüler, um im Folgenden selbst mit einem in Software programmierten Herzschrittmacher in Berührung zu kommen. Dabei hatten sie die Gelegenheit, das Programm über einzelne Parameter anzupassen und zu beobachten, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Funktionsweise des Herzschrittmachers haben.

Im Breakout-Raum „Fahrzeugbau“ lernten die Schülerinnen und Schüler von den MINToren Timo Meyer und Damian Sulik verschiedene Leichtbauprinzipien kennen. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Im Breakout-Raum „Fahrzeugbau“ lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Leichtbauprinzipien kennen. Weiterhin gaben die MINToren Timo Meyer und Damian Sulik konkrete Beispiele für den Leichtbau, wie zum Beispiel den BMW i8 oder den BMW i3. Anhand von Videos wurden verschiedene Front-Crashversuche sowie ein Fallturmvideo gezeigt. Für die MINTees galt es außerdem, Überlegungen anzustellen, wie ein Ingenieur vorgehen würde, wenn er eine Crashbox entwickelt.

Im Chemie-Workshop von MINTorin Désirée Schütz bauten die MINTees eine Lavalampe. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Die Küchenexperimente von MINTorin Désirée Schütz brachten den Schülerinnen und Schülern die Chemie näher. So wurde geschaut, welche Reaktion es gibt, wenn Leitungswasser, Zitronensäure oder eine Natronlösung auf Heidelbeeren, zerkleinerte Radieschenstückchen, Schwarztee, Kurkuma, Butterfly Tea oder Rotkohl gegeben werden. Ziel des Experiments war es, unterschiedliche Farbveränderungen, sogenannte Indikatoren zu erkennen. Indikatoren zeigen durch Farbveränderungen an, ob Lösungen sauer oder alkalisch sind. Im zweiten Experiment von MINTorin Désirée Schütz hatten die MINTees die Gelegenheit eine Lavalampe selbst zu bauen.

Im gleichen Breakout-Raum bekamen die MINTees – neben den chemischen Eindrücken – auch einen Teilbereich der Mathematik näher erklärt. Dr. Thomas Reppel, der gemeinsam mit Dr. Bernd Klose das Programm MINToringSi für die Universitä Siegen betreut, hatte für den Workshop das Thema „Schokolinsen, Statistik und asymptotische Konfidenzintervalle“ ausgewählt. Von Dr. Thomas Reppel lernten die MINTees unter anderem eine Grundidee der Statistik kennen, was der Anteilswert ist oder was Konfidenzintervalle für statistische Parameter sind. Mit Hilfe von verschiedenfarbigen Schokolinsen sollten die Schülerinnen und Schüler dann selbst Konfidenzintervalle für die Anteilswerte der einzelnen Farben berechnen.

Am Ende des Online-MINToringSi-Camps zogen die drei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose, Dr. Thomas Reppel und Julia Förster ein positives Fazit: „Das Online-MINToringSi-Camp ist für die Teilnehmenden eine sehr gute Möglichkeit – sich fernab des regulären Schulunterrichts – etwas intensiver mit MINT-Fächern zu beschäftigen.“

Text: Julia Förster

Sieger des MINToringSi-Jahrgangs 2019 gekürt

Ein Teil der Siegergruppe der MINToringSi Projektphase 2019 mit Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal, Prof. Dr. Holger Schönherr sowie den drei Programmbetreuern Dr. Bernd Klose, Dr. Thomas Reppel und Julia Förster. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Coronabedingt virtuell, aber nicht weniger feierlich ist im Rahmen des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ eine von drei Gruppen zum Sieger der fünf Monate dauernden Projektphase gekürt worden. Das Projekt der Gruppe – eine autarke Wetterstation.

Nach der vorangegangenen schriftlichen Ausarbeitung der Projekte hatten alle Gruppen Mitte Juni die Gelegenheit, ihre Projekte inklusive der konstruierten Prototypen einem interessierten Publikum aus Vertretern von Unternehmen, der Universität Siegen, Schulvertretern und Eltern virtuell zu präsentieren. Die Bandbreite der vorgestellten Arbeiten umfasste neben dem Siegerprojekt die Umsetzung einer energieeffizienten Magnetschwebebahn, ebenso wie die Entwicklung einer atmungsaktiven Wand, die sich an dem Vorbild eines Termitenbaus orientiert. In Umfang und Interdisziplinarität gingen die Projekte über die schulüblichen Arbeiten weit hinaus, um einen ersten Einblick in die Studien- und spätere Berufswelt zu vermitteln.

Zum Sieger der fünf Monate dauernden Projektphase ist die Gruppe von MINTor Till Staschko gekürt worden, die den Prototyp einer autarken Wetterstation angefertigt hat. Teammitglied Justus Krell (im Bild) erläutert die Funktionsweise des Spannungswandlers der Wetterstation. (Foto: MINToringSi/ Thomas Reppel)

„Die Arbeit des Gewinnerteams überzeugte durch außerordentliche Zielstrebigkeit, Fleiß, Teamarbeit sowie ein gutes Zeitmanagement – und all das in Zeiten der Corona-Pandemie“, erläuterte Dr. Thomas Reppel, Programmbetreuer seitens der Universität Siegen die Juryentscheidung in seiner Laudatio. Die Arbeit von Midhushaan Ananthakumar, Daniel Büttner, Lorenz Henkel, Justus Krell, Sinan Pourazari und Abdul-Aziz Ar-Riyabi stäche in vielerlei Hinsicht heraus. „Sowohl durch das gesellschaftlich sehr aktuelle Thema, als auch durch die Verwendung von vielen naturwissenschaftlichen und technischen Themengebieten: Elektrotechnik, Informatik, Chemie, Physik und Aspekte moderner Fertigungsmethoden sind in die Arbeit eingeflossen“, ergänzte Dr. Reppel. Weiterhin könne die Arbeit aus akademischer Sicht durch ihre sehr gute Dokumentation überzeugen. „Abgerundet wird der sehr gute Eindruck durch einen funktionsfähigen Prototyp.“

Jonas Heider aus der Gruppe von MINTor Paulus Aleksa gibt den Zuhörern der virtuellen Veranstaltung einen Einblick zum Projekt seiner Gruppe, der energieeffizienten Magnetschwebebahn. (Foto: MINToringSi/ Thomas Reppel)

Vor den Präsentationen wurden in den Grußworten von Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal (Vorsitzender VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.), Prof. Dr. Holger Schönherr (Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät IV der Universität Siegen) sowie von Thomas Daub (Leitender Regierungsschuldirektor der Bezirksregierung Arnsberg) die Wichtigkeit des Nachwuchses in den MINT-Fächern betont. „Mithilfe von MINToringSi möchten wir junge Menschen dazu motivieren, ein MINT-Studium aufzunehmen. Gleichzeitig ist uns der frühzeitige Kontakt zu den MINToringSi-Teilnehmenden sehr wichtig – denn die MINTees sind unsere zukünftigen Fachkräfte“, betonte daher Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal in seinem Grußwort.
Prof. Dr. Holger Schönherr, ergänzt aus Universitätssicht die positiven Effekte, die die Teilnahme an Förderprogrammen dieser Art auf die Teilnehmenden habe: „Im Projekt lernen die MINTees das disziplinübergreifende und zielorientierte Arbeiten im Team und können so die Praxis simulieren. Diese Erfahrungen helfen dann zusätzlich bei der Wahl eines geeigneten Studienfachs.“

Die Programmträger, Betreuer und MINToren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Programm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ bei den virtuellen Abschlusspräsentationen (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Thomas Daub, der sich für das Programm seitens der Bezirksregierung Arnsberg stark macht, betonte in seinem Grußwort, welche gesteigerte Bedeutung die MINT-Berufe im Zuge der Corona-Pandemie eingenommen haben. „Die Covid19-Pandemie hat aufgedeckt, wie sehr eine Gesellschaft die MINT-Expertinnen und Experten benötigt“, sagte er. Diese Expertinnen und Experten würden allerdings nicht auf Bäumen wachsen, sodass das Interesse für die MINT-Fächer möglichst frühzeitig geweckt werden muss.

Abgerundet wurde die informative Veranstaltung mit den Musikstücken „Kleiner Dodo“, „Unique Landscapes“, „Monkey Mind“ und „Ein Lied für Anna“, die Justus Bien mit akustischer Gitarre intonierte.

Text: Julia Förster

Virtueller MINToringSi-Stammtisch ermöglichte Austausch

Was ist aus den MINTees, die aktuell im dritten Förderjahr des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ sind, geworden? Um dies herauszufinden, haben sich die sechs MINToren (Lea Klein, Willis Collins Muganda, Ines Nüßgen, Dr. Lisa Randolph, Steven Schellert und Matthias Weber) des Jahrgangs, der 2018 ins Programm gestartet war und die beiden Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster mit den fünf MINTees getroffen und sich in lockerer Runde ausgetauscht.

Die MINTees, die der Einladung zum ersten virtuellen Stammtisch gefolgt waren, sind Athavan Ananthakumar, Silas Elter, Clemens Hartmann, Tom Mockenhaupt (alle ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Wilnsdorf) und Jona Schellhorn (ehemals Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen). Bis auf Athavan Ananthakumar, der jetzt in Aachen Elektrotechnik studiert, haben alle ihren Weg an die Universität Siegen gefunden. Tom Mockenhaupt und Jona Schellhorn studieren in Siegen Physik, Silas Elter Elektrotechnik und Clemens Hartmann Informatik.

Bei dem virtuellen MINToringSi-Stammtisch konnten sich die Teilnehmenden des dritten Förderjahrs mit ihren MINTorinnen und MINToren sowie den beiden Programmbetreuern Dr. Bernd Klose (Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) in lockerer Runde austauschen.

Was alle vereint ist die Tatsache, dass bislang kaum jemand von Ihnen die Universität, egal ob in Siegen oder in Aachen, richtig von innen gesehen hat. Corona bedingt läuft nahezu alles virtuell ab. Dadurch ist es aus der Sicht der MINTees nicht immer einfach, dem Lehrangebot zu folgen, da „man mit niemandem im direkten Austausch ist und alles eben nur über den Bildschirm läuft“. Trotzdem habe jeder Professor die Online-Vorlesungen gut vorbereitet. „Normalerweise schreiben die Dozenten an der Tafel die Rechenwege an, jetzt werden sie Punkt für Punkt anhand von Folien abgearbeitet. Dadurch ist es manchmal auch etwas schwieriger zu folgen“, berichtet einer der teilnehmenden MINTees. Bei praktischen Versuchen, die beispielsweise in der Chemie gemacht werden, ist es ähnlich. Anstatt selbst einen Versuch im Labor durchzuführen, können Corona bedingt oft nur fertige Videos gezeigt werden, sodass das Reale durch das Digitale ersetzt wird. Wie Athavan Ananthakumar berichtet hat, geht man an der Universität Aachen in Sachen Digitalisierung sogar noch einen Schritt weiter, indem dort videoüberwachte Klausuren geschrieben werden.

Trotz aller gegebenen, digitalen Möglichkeiten würden sich die fünf MINTees wünschen, demnächst reale Seminare und Vorlesungen zu besuchen und auch ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen vor Ort zu sehen und nicht nur virtuell. „Wir haben uns ja an keiner Fernuni eingeschrieben“, sind sich die MINTees einig. Darüber hinaus möchten sie auch das, was das eigentliche Studentenleben ausmacht – gemeinsame Mensabesuche, oder eine Party am Abend – miterleben.

Am Ende des virtuellen Stammtischs ziehen die zwei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel des Stammtischs war es, erneut mit den MINTees in Kontakt zu treten und Ihnen die Möglichkeit eines Gedanken- und Erfahrungsaustauschs zu bieten. Dadurch, dass auch offen über Probleme und anfängliche Schwierigkeiten gesprochen wurde, ist es den MINTorinnen und MINToren sowie uns Programmbetreuern gelungen, den MINTees Hilfestellungen und Tipps zu geben, wo sie Verbündete (z.B. den Fachschaftsrat und Vertrauensdozenten) finden können.“

Text und Foto: MINToringSi/Julia Förster

Virtuelle Vorträge für MINTees

Welcher Mathematiker löste im Jahr 1736 das Sieben-Brücken-Problem von Königsberg? Wie wird eine sexuelle Präferenz bei Fischen gemessen? Was macht ein Senhance in Siegen? Warum sind LED-Lampen energiesparend? Diese und einige weitere Fragen hatten Mitte Mai 19 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ zu lösen.

Schon bei der Planung im Vorfeld waren sich die drei MINToren Désirée Schütz, Timo Meyer und Damian Sulik sowie die Programmkoordinatoren Dr. Bernd Klose, Dr.-Ing. Thomas Reppel (beide Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) einig darüber, dass die Veranstaltungen des ersten Förderjahrs des Coaching-Programms anders ablaufen werden als sonst. Aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen wurden dem MINToringSi-Jahrgang, der 2020 ins Programm gestartet ist, vier virtuelle Vorträge geboten, zu denen sich die Teilnehmenden von Zuhause aus via Zoom zugeschaltet hatten. Die Vortragenden, die Professorinnen und Professoren sowie die Doktorinnen und Doktoren der Universität Siegen sind, kamen aus den Disziplinen Mathematik, Biologie, medizinischer Informatik und Chemie. Für langanhaltende Konzentration, bei den exklusiven Online-Vorträgen am 19. Mai, bekamen die MINTees im Vorfeld ein Paket mit allerlei Snacks.

Die Teilnehmenden, die im 2020 offiziell ins Coaching-Programm „MINTo-ringSi“ aufgenommen wurden, bekamen Mitte Mai vier virtuelle Fachvorträge aus den Disziplinen Mathematik, Biologie, medizinischer Informatik und Chemie geboten.

Der erste Teil der digitalen Veranstaltung fand in einem großen Zoom-Meetingraum statt. Nach der Begrüßung begann Dr. Felicitas Pielsticker als Erste mit Ihrem Vortrag. Ihr Thema lautete „Mit Mathematik optimieren – den ,besten‘ Weg finden“. Die Teilnehmenden lernten was ein Knoten ist und dass das Sieben-Brücken-Problem von Königsberg mithilfe des mathematischen Teilgebiets der Graphentheorie gelöst und begründet werden kann. Als zweite Referentin war Prof. Dr. Klaudia Witte an der Reihe. Sie sprach zum Thema „Social media für Fische“. Bei diesem Vortrag lernten die Zuhörer, wie eine sexuelle Präferenz bei Fischen gemessen wird. „Es wird die Zeit erfasst, die der Fisch in einem bestimmten Areal vor einem bestimmten Stimulusfisch verbringt“, erläuterte Prof. Dr. Witte. Als Drittes war Prof. Dr. rer. nat. Rainer Brück an der Reihe. Bei ihm ging es um das Thema „MINT4Life – ,Bleiben Sie gesund‘ mit XR und IT“. Die Zuhörer lernten hier, was ein Senhance in Siegen macht. „Ein Senhance ist ein Operationsroboter, der für vielfältige Operationen im St. Marienkrankenhaus in Siegen eingesetzt wird“, sagte Prof. Dr. Brück. Der letzte Vortrag zum Thema „Leuchten for Future“ war von Prof. Dr. Claudia Wickleder. Sie brachte den Zuhörenden näher, warum LED-Lampen mit anorganischen Leuchtstoffen einen wesentlichen Teil zur weltweiten Energieeinsparung beitragen können und stellte außerdem neue hell-leuchtende Nanopartikel zur Detektion von Feinstaub, Mikroplastiken und für die Krebsdiagnostik vor, die ihn ihrem Arbeitskreis an der Uni Siegen entwickelt werden.

Damit der Lern-Effekt bei den MINTees nicht zu kurz kam, wurden sie nach den Vorträgen in vier Gruppen aufgeteilt, die sich dann – jeweils mit einem MINTor bzw. mit Dr.-Ing. Thomas Reppel – in verschiedenen Breakout-Rooms zusammengefunden haben. Innerhalb dieser Räume und Gruppen galt es möglichst viele Fragen korrekt zu lösen, deren Antworten sich durch aufmerksames Zuhören bei den Vorträgen ergaben. „Um den MINTees einen Eindruck von den Fragen zu geben, haben sie bereits einen Teil kurz vor der Veranstaltung per E-Mail erhalten“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein. „Die restlichen Fragen wurden ihnen dann live von den MINToren in den Breakout-Räumen gestellt“, ergänzt Dr. Bernd Klose, der das Programm für die Universität Siegen betreut. Neben fachlichen Fragen gab es auch persönliche Fragen zu beantworten, indem die MINTees den Referentinnen und Referenten ihre Lieblingssnacks zuordnen mussten. Ebenso wie die MINTees haben auch die Vortragenden Snacks erhalten, darunter ihre angegebenen Favoriten: Tee, Frikadellen, Schokolade und Cashew-Kerne.

Die Gruppe, die die meisten Fragen korrekt gelöst hatte, wurde am Ende der Veranstaltung im großen Zoom-Meetingraum als Siegerteam gekürt und mit Geschenk-Gutscheinen belohnt. Gewonnen hat die Gruppe von MINTor Damian Sulik mit den MINTees Mohamed Khazuran (Städt. Gymnasium Bad Laasphe), Luc Mathis Schneider (Gymnasium auf der Morgenröthe), Darko Sekulic (Gymnasium auf der Morgenröthe), Marie Daub (Gymnasium Wilnsdorf) und Loreen-Michelle Huebers (Gymnasium Wilnsdorf).

Am Ende des Tages ziehen die drei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose, Dr.-Ing. Thomas Reppel und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel der digitalen Veranstaltung war es, dass die MINTees mehrere Berührungspunkte mit dem MINT-Bereich bekommen. Durch die vier verschiedenen Fachvorträge und die Fragen im Anschluss, ist das sehr gut gelungen.“ Als nächstes steht für die MINTees ein MINT-Camp Ende Juni auf dem Programm.

Text: Julia Förster; Foto: MINToringSi/Thomas Reppel

Offizielle MINToringSi-Aufnahmeveranstaltung fand erstmals virtuell statt

Gestern fand die offizielle Aufnahmeveranstaltung von „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in ein MINT-Studium“ zum ersten Mal in der Geschichte des Programms virtuell statt. Corona bedingt sind virtuell aber nicht weniger feierlich 21 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe heimischer Gymnasien und Gesamtschulen (Städtisches Gymnasium Bad Laasphe, Gymnasium Stift Keppel in Hilchenbach, Städt. Gymnasium Kreuztal, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Neunkirchen, Gymnasium auf der Morgenröthe Siegen, Gymnasium Wilnsdorf) in das Programm aufgenommen worden. Im Beisein ihrer Eltern, Lehrer sowie Vertretern der Universität Siegen, der Bezirksregierung Arnsberg und des Verbandes der Siegerländer Metallindustriellen e.V. (VdSM) erhielten sie im virtuellen Raum die Aufnahmeurkunden für das regionale Bildungsprogramm.

In einer virtuellen Feierstunde erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Aufnahme-Zertifikate in das Programm MINToringSi. (Foto: Julia Förster)

MINToringSi ist ein gemeinsames Programm des VdSM als Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V., der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg. Seit 2008 fördert es in jeweils drei Jahre langen Mentoren-Beziehungen den Übergang vom Abitur bis in die ersten Semester an der Universität. Dadurch sollen die Teilnehmer von MINToringSi bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach unterstützt werden. Die Abkürzung „MINT“ steht dabei für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. „Mithilfe von MINToringSi möchten wir junge Menschen dazu motivieren, ein MINT-Studium aufzunehmen. Gleichzeitig ist uns als Verband der frühzeitige Kontakt zu den MINToringSi-Teilnehmenden sehr wichtig, denn die MINTees sind unsere zukünftigen Fachkräfte“, sagte Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal, Vorsitzender des VdSM, in seinem Grußwort.

Prof. Dr. Holger Schönherr, Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät (IV) der Universität Siegen, betonte in seinem Grußwort wie wichtig es ist, verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zu vernetzen: „Innerhalb kürzester Zeit ist es MINT-Fachkräften, wie zum Beispiel Biochemikern, Medizinern, Informatikern und Technikern gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln. Daher sollten wir Interdisziplinarität stärker als Chance begreifen um aktuelle und zukünftige Probleme besser lösen zu können.“

Weitere Teilnehmer der virtuellen MINToringSi-Aufnahmeveranstaltung (Foto: Julia Förster)

StD Christian Feldmann, der ein Grußwort seitens der Bezirksregierung Arnsberg an die Teilnehmer richtete, stellte ebenfalls die enorme Bedeutung der MINT Fächer für zahlreiche Berufsfelder in den Fokus. „Neben der Ausbildung von Fachleuten für die Industrie, stehen Naturwissenschaftler gerade auch in der momentanen Pandemie-Zeit immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit, wo ihre Expertise bei der Beratung der Bundesregierung und natürlich auch bei der Entwicklung von Impfstoffen gefragt ist“, sagte er.

Im Rahmen der virtuellen Aufnahmeveranstaltung stellten sich die drei MINToren Désirée Schütz, Damian Sulik und Timo Meyer persönlich vor. Sie gaben Einblicke ins Programm und zu den weiteren Planungen. Darüber hinaus gab Désirée Schütz, die das Programm selbst als MINTee durchlaufen hat, einen Einblick in das damalige Projekt ihrer Gruppe zum ETHER-Chess, einem Fern-Schachspiel. Dr.-Ing. Thomas Reppel, der ebenfalls einmal als MINTor für das Programm tätig war, unterstützt neuerdings hauptamtlich die Programmbetreuer Dr. Bernd Klose (Universität Siegen) und Julia Förster (Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein). Er brachte den Teilnehmenden der virtuellen Aufnahmeveranstaltung, das Projekt seiner damaligen Gruppe zur Feinstaubmessung in Siegen näher.

Festredner des Abends war Prof. Dr. Volker Michel vom Department Mathematik der Universität Siegen. Sein Vortrag behandelte Inverse Probleme, die immer dann auftreten, wenn das Interessante nicht für Messungen zugänglich ist, dafür aber damit verwandte Beobachtungen gemacht werden können. Darunter fällt der Blick ins Gehirn bei der Computertomographie, die Erforschung des Erdinneren auf der Basis von Erdbebendaten und die
Beobachtung des Klimawandels aus dem Satellitenorbit. Das Lösen solcher inverser Probleme ist mit zahlreichen mathematischen Herausforderungen verbunden und Gegenstand der Forschung in der Siegener AG Geomathematik.

Gitarrist Justus Bien und Sänger Kevin Rudek sorgten mit dem Lied „Chasing Cars“ für die musikalische Untermalung der feierlichen, virtuellen Aufnahmeveranstaltung. (Foto: Thomas Reppel)

Abgerundet wurde die festliche Aufnahmeveranstaltung mit verschiedenen Musikstücken von Justus Bien, der an der Musikschule in Dresden „Akustische Gitarre, Jazz, Rock, Pop und Weltenmusik“ studiert und live zugeschaltet war. Bei dem Lied „Chasing Cars“ wurde er mit Gesang von Kevin Rudek begleitet.

Digitales Exit-Game für MINTees

Was macht Emmy N., die in der 7. Klasse die Schule gewechselt hat, am Schlossplatz des Unteren Schlosses in Siegen? Wie wird der mit einem Zahlenschloss versehene Stromkasten mit Hilfe eines Zahlensystems geknackt? Diese und einige weitere Rätsel hatten Anfang Dezember 21 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ zu lösen.

Aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen waren sich die vier MINToren sowie die Programmkoordinatoren Dr. Bernd Klose (Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) im Vorfeld der Veranstaltung schnell einig darüber, dass das Kennenlernen im ersten Förderjahr des Coaching-Programms anders stattfinden wird als sonst. Daher wurde eine Schnitzeljagd auf dem Uni-Campus diesmal durch ein MINToringSi-Exit-Game mit weiteren Knobelrätseln ersetzt, zu dem sich die Teilnehmenden von Zuhause aus via Zoom zugeschaltet hatten.

Die Teilnehmenden, die im Januar 2021 offiziell ins Coaching-Programm „MINToringSi“ aufgenommen werden, trafen sich Anfang Dezember mit ihren MINToren und Programmbetreuern zu einem virtuellen Kennenlernen.

Organisiert hatten das MINToringSi-Exit-Game und die anderen Knobelrätsel die MINToren Sarah Leweke, Désirée Schütz, Timo Meyer und Damian Sulik, die selbst Studierende bzw. Assistenten und Doktoranden der MINT-Disziplinen an der Universität Siegen sind. „Die MINToren haben den Schülerinnen und Schülern diese digitale Veranstaltung angeboten, damit sie sich untereinander kennenlernen können und zudem mit dem MINT-Bereich vertraut gemacht werden“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein. „Darüber hinaus hatten die MINTees bei dem Kreuzworträtsel schon erste Berührungspunkte mit der Universität und dem MINToringSi-Programm. So wurde im Rätsel u.a. danach gefragt, an welchem Campus sich die Chemie befindet, wofür die Abkürzung ZIMT steht oder womit das letzte MINToringSi-Gewinnerteam überzeugte“, ergänzt Dr. Bernd Klose, der das Programm für die Universität Siegen betreut.

Der erste Teil der digitalen Veranstaltung fand in einem großen Zoom-Meetingraum statt. Nach der Begrüßung sowie einer Vorstellungsrunde wurden die 21 MINTees in vier zufällig erstellte Kleingruppen aufgeteilt, die sich dann – jeweils mit einem MINTor – in verschiedenen Breakout-Rooms zusammengefunden haben. Innerhalb dieser Räume und Gruppen galt es möglichst schnell und vor allem gemeinsam als Gruppe das Exit-Game und die Knobelrätsel zu lösen. Für jeden Hinweis durch die MINToren gab es eine Zeitstrafe. Die Gruppe, die als erste fertig geworden ist, wurde am Ende der Veranstaltung im großen Zoom-Meetingraum als Siegerteam gekürt und mit Geschenk-Gutscheinen belohnt. Gewonnen hat die Gruppe von MINTor Damian Sulik mit den MINTees David Koch, Dominik René Lohse, Lukas Weins, Loreen-Michelle Huebers, Ben Schütz und Pia Weigelt. Zur Stärkung zwischendurch durften sich die Teilnehmenden im Vorfeld ein Gericht aussuchen, das ihnen durch einen bekannten Lieferservice nach Hause gebracht wurde.

Am Ende des Tages ziehen die beiden Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel der digitalen Veranstaltung war es, dass sich die Teilnehmenden untereinander kennenlernen, Spaß haben und erste Berührungspunkte mit dem MINT-Bereich bekommen. Die Umsetzung ist den MINToren sehr gut gelungen. Als nächstes steht für die MINTees die offizielle Aufnahmeveranstaltung Ende Januar 2021 auf dem Programm, die nach diesem gelungenen Auftakt wahrscheinlich auch digital stattfinden wird.“

Text und Fotos: Julia Förster

MINTees bekamen Tipps zum Wissenschaftlichen Schreiben

Was bedeutet wissenschaftlich arbeiten? Was sind wissenschaftliche Qualitätskriterien? Wie werden Quellen recherchiert, bewertet und richtig zitiert? Antworten auf diese und weitere Fragen haben am vergangenen Wochenende 15 Schülerinnen und Schüler des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ im Rahmen eines Schreibworkshops erhalten.

Organisiert hatten den Workshop die MINToren Kevin Suta, Till Staschko und Paulus Aleksa, die selbst Studierende bzw. Assistenten und Doktoranden der MINT-Disziplinen an der Universität Siegen sind. „Die MINToren haben den Schülerinnen und Schülern den Workshop angeboten, damit sie Tipps für die schriftliche Ergebnisdokumentation des Forschungsprojektes erhalten, welches im Fokus des zweiten Förderjahres von MINToringSi steht“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

Die Teilnehmenden, die 2019 ins Coaching-Programm „MINToringSi“ gestartet sind, trafen sich mit ihren MINToren und Programmbetreuern an der Universität Siegen zu einem Schreibworkshop zum Thema „Wissenschaftliches Schreiben“.

Der erste Teil des Schreibworkshops an der Universität Siegen fand im Plenum statt. Unter Einhaltung der Corona-Richtlinien trafen sich daher die drei MINToren mit den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Programmbetreuern Dr. Bernd Klose und Julia Förster im blauen Hörsaal am Adolf-Reichwein-Campus. Nach der Begrüßung erhielten die MINTees von MINTor Kevin Suta zahlreiche Informationen zum Wissenschaftlichen Schreiben. Er wies nicht nur auf formale Dinge, wie die Schriftgröße oder den Zeilenabstand hin, sondern er informierte die MINTees auch darüber, wie beispielsweise das Inhaltsverzeichnis aufgebaut wird oder dass die Kostenkalkulation des Projektes zwar ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation ist, aber in voller Detailtiefe in den Anhang gehört.

Im zweiten Teil des Workshops, der am nächsten Tag stattgefunden hat, haben sich die Teilnehmenden in drei Kleingruppen zusammengefunden und auf verschiedene Seminarräume verteilt. Dort haben sie weiter recherchiert und an einzelnen Textpassagen gearbeitet. Aktuell sieht es danach aus, dass sich ein Projekt mit einer Magnetschwebebahn befassen wird. Ein zweites Projekt entwickelt eine Wetterstation, die sich selbstständig mit Strom versorgt. Die MINTees der dritten Gruppe wollen eine smarte Gebäudewand entwickeln, die gemäß dem Vorbild des Termitenhügels stabil, atmungsaktiv und zugleich wärmedämmend sein soll.

Am Ende des Tages zieht Dr. Bernd Klose, der Programm für die Universität Siegen betreut, ein positives Resümee: „Ziel des Schreibworkshops war es, die Schülerinnen und Schüler mit dem wissenschaftlichen Handwerkszeug für den Zwischenbericht, der Ende November abgegeben werden muss, auszurüsten. Das ist den MINToren sehr gut gelungen, sodass man auf die Berichte gespannt sein kann.“

Startschuss für MINToringSi-Projektphase gefallen

Das zweite Förderjahr des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ steht in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen. „Nachdem im ersten Jahr die Exkursion und das MINT-Camp wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit sich die Teilnehmenden, die 2019 ins Programm aufgenommen wurden, zur Gruppenbildung und Themenfindung für ihre Forschungsprojekte treffen konnten“, sagt Julia Förster, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. „Die eigenen, kleinen Forschungsprojekte bilden den Schwerpunkt des zweiten Förderjahrs“, ergänzt Dr. Bernd Klose, Programmkoordinator seitens der Universität Siegen.

Für die Teilnehmenden, die 2019 ins Coaching-Programm „MINToringSi“ gestartet sind, hat das zweite Förderjahr begonnen. Ende September haben sie sich getroffen und Überlegungen hinsichtlich möglicher Themen angestellt.

Daher hatten die vier MINToren diesmal nicht nur die Aufgabe, die 21 Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler heimischer Gymnasien und Gesamtschulen bei der Themenfindung und -konkretisierung zu unterstützen, sondern sie mussten sich auch im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie das unter den Corona-bedingten Regelungen ablaufen kann. Damit beispielsweise die Abstandsregelungen eingehalten werden konnten, wurden die am Programm Teilnehmenden in der Aula am Paul-Bonatz-Campus der Universität Siegen begrüßt.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler von MINTor Kevin Suta mit der weiteren Planung der Projektphase vertraut gemacht wurden, bekamen sie anhand von Beispielprojekten der vergangenen Jahrgänge einen Eindruck davon, in welche Richtungen die Projektarbeiten gegangen sind. Zur Veranschaulichung zeigte MINTor Till Staschko den Anwesenden den Prototypen aus dem vergangenen Jahr, mit dem die damalige Siegergruppe mit der Energiegewinnung beim Fahrradfahren überzeugte.

In Kleingruppen konkretisierten die Teilnehmenden von „MINToringSi“ mögliche Themen für ihre Forschungsprojekte.

Anschließend waren die Kreativität und persönlichen Interessen der MINTees gefragt. Nach einem kurzen Brainstorming sind die Vorschläge im Plenum gesammelt und hinsichtlich ihrer Machbarkeit diskutiert worden. „Das lief Corona-bedingt etwas holprig ab, zumal die geforderten Abstandsregelungen in der Aula die Verständigung in einem derart großen Saal nicht unbedingt begünstigt haben“, resümiert Dr. Bernd Klose im Nachgang der eineinhalbtägigen Veranstaltung. „Trotzdem sind wir sehr froh darüber, dass die Veranstaltung überhaupt durchgeführt werden konnte und, dass die MINTees so kurzfristig kommen konnten“, unterstreicht Julia Förster.

Die Vorhaben der einzelnen Kleingruppen werden im Plenum vorgestellt und diskutiert.

Nach der Gruppeneinteilung im Plenum haben sich die drei Kleingruppen auf drei Räume verteilt, wo sie mit ihrem jeweiligen MINTor weitere Überlegungen hinsichtlich des Themas angestellt haben. Aktuell sieht es danach aus, dass sich das Projekt der Gruppe von MINTor Till Staschko mit einer autarken Wetterbox befassen wird, welche sich nach Möglichkeit durch erneuerbare Energien oder Abfallprodukte wie Biomüll selbst mit dem nötigen Strom versorgt. Die Gruppe von MINTor Paulus Aleksa hat als mögliches Thema eine Magnetschwebebahn als ökologische Transportidee von Gütern ins Auge gefasst. Die Gruppe von MINTor Kevin Sutas vertieft die Idee der Bionik, voraussichtlich am Beispiel einer „atmungsaktiven“ Wand nach Muster eines Termitenbaus.

„Während der Projektphase werden die Schülerinnen und Schüler von ihren MINToren (Studenten sowie Assistenten und Doktoranden der MINT-Fächer an der Universität Siegen) unterstützt“, erläutert Julia Förster. „Somit sind sie nicht auf sich allein gestellt, sondern können von dem Fachwissen, den Erfahrungen und den Netzwerken ihrer Coaches profitieren “, ergänzt Dr. Bernd Klose.

Damit die MINToringSi-Teilnehmenden mit dem Handwerkszeug für den Zwischenbericht, der Ende November abgegeben werden muss, gerüstet sind, bieten die MINToren Anfang November einen Schreibworkshop zum wissenschaftlichen Arbeiten an.

Text und Fotos: Julia Förster

Business-Knigge für Programmabsolventen von MINToringSi

Teilnehmende und Koordinatoren des MINToringSi Jahrgangs 2017 mit Knigge-Trainerin Marion Ising

Zum Abschluss des Coaching-Programms „MINToringSi – Masterstudierende und Doktoranden begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ haben die Teilnehmenden des Jahrgangs 2017 ein intensives Business-Knigge-Seminar im Hotel Pfeffermühle in Siegen durchlaufen. „Knigge-Trainerin Marion Ising hat den Teilnehmenden während des Seminars und beim anschließenden moderierten Knigge-Dinner professionelle Tipps gegeben und für viele Aha-Erlebnisse gesorgt“, stellt Julia Förster fest, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. Dabei stand das Thema Wertschätzung in allen Bereichen im Vordergrund.

Knigge-Trainerin Marion Ising hat während des Business-Knigge-Seminars und beim anschließenden moderierten Knigge-Dinner professionelle Tipps gegeben und für viele Aha-Erlebnisse bei den Teilnehmenden gesorgt.

„Wer grüßt wen?“, „Wie sieht Handschlag in Zeiten von Corona aus?“, „Wie trete ich sicher und taktvoll auf?“, „Welche Macht hat der erste Eindruck?“ – das sind nur einige der Themen, die Marion Ising angesprochen hat. „Dadurch haben die Programmabsolventen eine wertvolle Vorbereitung für den Berufsstart erhalten und dabei die neuen Corona-bedingten Regelungen berücksichtigt“, sagt Dr. Bernd Klose, Koordinator seitens der Universität Siegen.

Nach dem theoretischen Teil konnten die Teilnehmenden selbst erleben, wie ein Sektempfang – mit dem häufig gefürchteten Smalltalk – professionell gemeistert wird. In dem Zusammenhang haben sie erfahren, wie beispielsweise das Glas stilvoll am Stiel gefasst wird oder was getan wird wenn noch ein Teller mit Häppchen hinzukommt.

Teilnehmende und Koordinatoren des MINToringSi Jahrgangs 2017 mit Knigge-Trainerin Marion Ising (vordere Reihe Mitte)

Anschließend wurden die Teilnehmenden beim moderierten Business-Essen nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern sie haben in aufgelockerter Atmosphäre gelernt, die Tücken des gesellschaftlichen Parketts geschickt zu meistern. Während des fünf-Gänge-Menüs haben die Teilnehmenden die korrekte Anordnung und Verwendung des Bestecks kennengelernt. „Darüber hinaus wurde bei der Menüauswahl im Vorfeld darauf geachtet, dass es Gänge gibt, bei denen ein Abenteuereffekt entsteht“, erläutert Knigge-Trainerin Marion Ising. Daher wurden beispielweise zum Hauptgang wahlweise Wachteln oder Avocados gereicht, bei denen überlegt werden musste, ob sie mit Messer und Gabel gegessen werden oder vielleicht in die Hand genommen werden.

Nach dem Business-Knigge-Seminar zieht Dr. Bernd Klose, der das Programm seitens der Universität Siegen betreut, ein positives Fazit: „Das Knigge-Seminar hat einmal mehr dazu beigetragen, dass die Schülerinnen und Schüler einen Mehrwert aus der Teilnahme am MINToringSi-Programm ziehen und es begeistert abschließen“. Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens des Arbeitgeberverbandes ergänzt: „Mit dem Business-Knigge sind die Teilnehmenden nun über die aktuellen Umgangsformen 2020 informiert und profitieren von einem sicheren und stilbewussten Auftreten im beruflichen Alltag.“

Text und Fotos: Julia Förster