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Offizielle MINToringSi-Aufnahmeveranstaltung fand erneut virtuell statt

Gestern fand die offizielle Aufnahmeveranstaltung von „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in ein MINT-Studium“ zum zweiten Mal in der Geschichte des Programms virtuell statt. Corona bedingt sind virtuell, aber nicht weniger feierlich, 19 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe heimischer Gymnasien und Gesamtschulen (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Neunkirchen, Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal, Städtisches Gymnasium Bad Laasphe, Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium Siegen, Johannes-Althusius-Gymnasium Bad Berleburg, Gymnasium Wilnsdorf) in das Programm aufgenommen worden. Im Beisein ihrer Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertretern der Universität Siegen, der Bezirksregierung Arnsberg und des Verbandes der Siegerländer Metallindustriellen e.V. (VdSM) erhielten sie im virtuellen Raum die Aufnahmeurkunden für das regionale Bildungsprogramm.

In einer virtuellen Feierstunde erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Aufnahme-Zertifikate in das Programm MINToringSi.

MINToringSi ist ein gemeinsames Programm des VdSM als Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V., der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg. Seit 2008 fördert es in jeweils drei Jahre langen Mentoren-Beziehungen den Übergang vom Abitur bis in die ersten Semester an der Universität. Dadurch sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von MINToringSi bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach unterstützt werden. Die Abkürzung „MINT“ steht dabei für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. „Mithilfe von MINToringSi möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass es hierzulande weiterhin qualifizierte Fachkräfte in den MINT-Bereichen gibt. Qualifizierte Fachkräfte zu finden, wird immer schwieriger – insbesondere auch in Corona-Zeiten“, sagte Julia Förster, die für den VdSM an der feierlichen Aufnahmeveranstaltung teilnahm, in ihrem Grußwort. Daher sei es wichtig, junge Menschen zu fördern und dazu zu motivieren ein MINT-Studium aufzunehmen, denn sie sind die zukünftigen Fachkräfte.

Prof. Dr. Holger Schönherr, Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät (IV) der Universität Siegen, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig Technologien für den Wohlstand einer Gesellschaft sind. „Unser Wohlstand beruht auf Technologien. Technische Lösungen, die funktionieren und bezahlbar sind, sind wichtig. Diese Lösungen der drängenden Fragen unserer Zeit kann man jedoch nicht im Internet kaufen“, sagte er. Die Antwort auf die Frage, wie zum Beispiel künftig eine Maschine angetrieben wird, liefert einem erst das Zusammenspiel der verschiedenen MINT-Disziplinen. „Mathematik, Chemie und Ingenieurswissenschaften – diese und weitere Disziplinen sind für die Beantwortung der Frage von entscheidender Bedeutung“, sagte Prof. Dr. Holger Schönherr.

LRSD Ralf Heidenreich, der ein Grußwort seitens der Bezirksregierung Arnsberg an die Teilnehmer richtete, hob hervor, welche Bedeutung Fachkräfte im Bereich der MINT Fächer für unsere heutige Gesellschaft und für zukünftige Generationen haben. „Man denke dabei beispielsweise an Themen wie den Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen an zukünftige Mobilität und Energieversorgung“, sagte er.

Im Rahmen der virtuellen Aufnahmeveranstaltung stellten sich die fünf MINToren Anna-Lena Dreisbach, Alexander Becher, Tobias Held, Dr. Thomas Schulte und Tristan Zemke persönlich vor. Sie gaben Einblicke ins Programm und zu den weiteren Planungen. Darüber hinaus gab René Schütz, der das Programm selbst als MINTee durchlaufen hat, einen Einblick in das damalige Projekt seiner Gruppe zur Feinstaubmessstation.

Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der virtuellen Feierstunde

Festredner des Abends war Univ.-Prof. Dr. Jorge Leandro von der Universität Siegen. Sein Vortrag behandelte „Kaskadeneffekte als Folgen von Starkregen“. „Der Klimawandel spielt auch gerne Domino und wir Menschen sind die Steine“, sagte er. Damit die Gesellschaft den kaskandenartigen Auswirkungen in Form von Überschwemmungen, Stromausfällen und dergleichen nicht einfach ausgeliefert ist, gilt es die Gesellschaft dagegen widerstandsfähig zu machen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu entwickeln, so die Auffassung des Festredners.

Abgerundet wurde die festliche Aufnahmeveranstaltung mit verschiedenen Musikstücken von Justus Bien, der an der Musikschule in Dresden „Akustische Gitarre, Jazz, Rock, Pop und Weltenmusik“ studiert hat und live mit seiner Gitarre zugeschaltet war.

Im Nachgang der Veranstaltung blieben die beiden Programmbetreuer, Dr. Thomas Reppel und Julia Förster, noch im virtuellen Meetingraum, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, noch Fragen zum Programm „MINToringSi“ zu stellen.

Text und Fotos: Julia Förster

MINTees erhalten erste Einblicke in den MINT-Bereich

Warum ist ein Kanaldeckel rund? Was ist eine Monte Carlo Simulation? Wie extrahiert Software die Sprache in einen Text? Was macht ein Bauingenieur? Warum sind Pflanzen grün? In welchen Bereichen arbeiten Physiker? Antworten auf diese und weitere Fragen haben Anfang Dezember 19 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ erhalten.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Kennenlernen im ersten Förderjahr des Coaching-Programms „MINToringSi“ virtuell statt. Dazu haben sich die fünf MINToren mit den MINTees und den beiden Programmkoordinatoren Dr. Thomas Reppel (Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) im Zoom-Meetingraum getroffen.

Die Teilnehmenden des MINToringSi-Jahrgangs 2021/2022 haben sich Anfang Dezember mit ihren MINToren und Programmbetreuern zu einem virtuellen Kennenlernen getroffen.

Organisiert hatten den virtuellen Kennenlerntag die MINToren Anna-Lena Dreisbach, Alexander Becher, Tobias Held, Dr. Thomas Schulte und Tristan Zemke, die selbst Studierende bzw. Assistenten, Doktoranden und Mitarbeiter der MINT-Disziplinen an der Universität Siegen sind. „Die MINToren haben den Schülerinnen und Schülern diese digitale Veranstaltung angeboten, damit sie sich untereinander kennenlernen können und zudem erste Einblicke in den MINT-Bereich erhalten“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

Der erste Teil der digitalen Veranstaltung fand in einem großen Zoom-Meetingraum statt. Nach der Begrüßung sowie einer Vorstellungsrunde der Programmbetreuer und MINToren haben die 19 MINTees die einzelnen naturwissenschaftlich-technischen Departments der Universität Siegen näher kennengelernt. So wurden die Bereiche Maschinenbau, Mathematik, Elektrotechnik, Informatik, Bauingenieurwesen, Chemie, Biologie und Physik von den MINToren genauer vorgestellt. Welches sind die Voraussetzungen für ein Studium und wie ist es aufgebaut? Welche praktischen Anwendungsbereiche gibt es bei den verschiedenen Studiengängen? Wie sind die Berufsaussichten? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es in den Vorträgen einige.

Nach den Vorträgen sind die MINTees in Kleingruppen aufgeteilt worden, die sich mit jeweils einem MINTor in verschiedenen Breakout-Räumen zusammengefunden haben. Innerhalb dieser Räume und Gruppen hatten die MINTees die Gelegenheit, sich untereinander näher kennenzulernen. Dazu haben sie von den MINToren Fragen nach den Hobbies, die im MINT-Bereich liegen gestellt bekommen und beantwortet. Weiterhin haben die MINTees sich in den Breakout-Räumen darüber ausgetauscht, was sie sich von der Teilnahme am MINToringSi-Programm versprechen und welche Anforderungen das Programm unbedingt erfüllen muss, damit die Teilnahme in den Augen der Teilnehmer sinnvoll ist. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen sind anschließend noch im Plenum zusammengetragen worden.

Am Ende des Tages ziehen die beiden Programmbetreuer Dr. Thomas Reppel und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel der digitalen Veranstaltung war es, dass sich die Teilnehmenden untereinander kennenlernen, Spaß haben und erste Berührungspunkte mit dem MINT-Bereich bekommen. Die Umsetzung ist den MINToren sehr gut gelungen. Als nächstes steht für die MINTees die offizielle Aufnahmeveranstaltung Ende Januar 2022 auf dem Programm, die nach diesem gelungenen Auftakt wahrscheinlich auch digital stattfinden wird.“

Text und Foto: Julia Förster

Schreibworkshop bereitete MINTees auf Zwischenbericht vor

Welche Bestandteile hat eine wissenschaftliche Arbeit? Wie läuft der wissenschaftliche Arbeitsprozess ab? Wie werden Quellen recherchiert, bewertet und richtig zitiert? Antworten auf diese und weitere Fragen haben Mitte November 16 Schülerinnen und Schüler des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ im Rahmen eines Schreibworkshops erhalten.

Die Teilnehmenden, die 2020 ins Coaching-Programm „MINToringSi“ gestartet sind, trafen sich mit ihren MINToren und Programmbetreuern an der Universität Siegen zu einem Schreibworkshop zum Thema „Wissenschaftliches Schreiben“.

Organisiert hatten den Workshop die MINToren Désirée Schütz, Timo Meyer und Damian Sulik, die selbst Studierende bzw. Assistenten und Doktoranden der MINT-Disziplinen an der Universität Siegen sind. „Der Schreibworkshop ist seit einiger Zeit fester Bestandteil des MINToringSi-Programms. Die Schülerinnen und Schüler erhalten von den MINToren Tipps für die schriftliche Ergebnisdokumentation des Forschungsprojektes, das im Fokus des zweiten Förderjahres steht“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

Der erste Teil des Schreibworkshops an der Universität Siegen fand im Plenum statt. Unter Einhaltung der Corona-Richtlinien traf sich das MINTorenteam mit den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Programmbetreuern Dr. Thomas Reppel und Julia Förster in einem Seminarraum am Adolf-Reichwein-Campus. Nach der Begrüßung gab MINTor Timo Meyer den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Informationen zum Wissenschaftlichen Schreiben. Dabei ging er nicht nur auf den Aufbau der Arbeit ein, sondern beispielsweise auch auf den erforderlichen, wissenschaftlichen Schreibstil. Neben formalen Dingen, wie Schriftgröße oder Zeilenabstand, informierte er die MINTees außerdem darüber, dass die Kostenkalkulation des Projektes zwar ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation ist, aber in voller Detailtiefe in den Anhang gehört.

Innerhalb der Kleingruppen haben die MINTees weiter recherchiert und an einzelnen Textpassagen gearbeitet.

Im zweiten Teil des Workshops haben sich die Teilnehmenden in drei Kleingruppen zusammengefunden. Innerhalb dieser Kleingruppen haben sie weiter recherchiert und an einzelnen Textpassagen gearbeitet. Aktuell sieht es danach aus, dass sich ein Projekt mit einer Solar- und Windkraftbetriebenen E-Bike-Ladestation befassen wird. Eine andere Gruppe favorisiert einen Thermobecher, bei dem die Temperatur mit einem Regler eingestellt werden kann. Die MINTees der dritten Gruppe wollen ein Wasserkraftwerk für ein Regenfallrohr entwickeln, mit dem eine Lampe für den Außenbereich betrieben werden kann.

Am Ende des Tages zieht Dr. Thomas Reppel, der das Programm für die Universität Siegen betreut, ein positives Resümee: „Der Schreibworkshop hat dazu beigetragen, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem wissenschaftlichen Handwerkszeug für den Zwischenbericht, der Ende November abgegeben werden muss, gerüstet sind. Das ist den MINToren sehr gut gelungen, sodass man auf die Berichte gespannt sein kann.“

Text und Fotos: Julia Förster

MINToringSi-Projektphase mit Präsenzveranstaltung gestartet

Für die 21 Oberstufen-Schülerinnen und Schüler heimischer Gymnasien und Gesamtschulen, die Ende Januar ins Coaching-Programm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ gestartet sind, steht das zweite Förderjahr unter ganz besonderen Vorzeichen. „Für die MINTees ist es nach den Corona-bedingt virtuellen Veranstaltungen im ersten Förderjahr die erste Veranstaltung, die in Präsenz durchgeführt werden konnte“, freut sich Julia Förster, die die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. Diesmal standen für die MINTees neben einer Unirallye auf dem Haardter Berg und dem Kennenlernen der anderen MINTees, der MINToren und Betreuer auch die Gruppenbildung und Themenfindung für die Forschungsprojekte an. „Die eigenen, kleinen Forschungsprojekte bilden den Schwerpunkt des zweiten, praxisorientierten Förderjahrs“, ergänzt Dr. Thomas Reppel, Programmkoordinator seitens der Universität Siegen.

Das MINToren-Team, dem (v.l.n.r.) Damian Sulik, Désirée Schütz und Timo Meyer angehören, hatte die Aufgabe, die 21 Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler bei der Themenfindung und -konkretisierung zu unterstützen.

Das MINToren-Team, dem Désirée Schütz, Damian Sulik und Timo Meyer angehören, hatte die Aufgabe, die 21 Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler bei der Themenfindung und -konkretisierung zu unterstützen. Um die Themenfindung etwas zu erleichtern, wurden den MINTees im Vorfeld der Veranstaltung beispielhaft Themen vergangener Projekte vorgestellt. Bei dem jetzt erfolgten Treffen an der Universität Siegen wurden mögliche Themen nun hinsichtlich ihrer Machbarkeit diskutiert und fokussiert. Aktuell sieht es danach aus, dass sich die Forschungsarbeiten mit den Themen Energie, Verkehrswende und Umweltschutz befassen werden.

„Während der Projektphase werden die Schülerinnen und Schüler von ihren MINToren (Studierende und Doktoranden der MINT-Fächer an der Universität Siegen) unterstützt“, erläutert Julia Förster. „Somit sind sie nicht auf sich allein gestellt, sondern können von dem Fachwissen, den Erfahrungen und den Netzwerken ihrer Coaches profitieren“, ergänzt Dr. Thomas Reppel.

Damit die MINToringSi-Teilnehmenden mit dem Handwerkszeug für den Zwischenbericht, der Ende November abgegeben werden muss, gerüstet sind, bieten die MINToren im November einen Schreibworkshop zum wissenschaftlichen Arbeiten an.

Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Besuch in einem Restaurant in der Nähe der Universität.

Text: Julia Förster; Foto: MINToringSi

Hilfreiche Business-Knigge-Tipps für MINToringSi-Programmabsolventen

„Wer grüßt wen?“, „Wie sieht Handschlag in Zeiten von Corona aus oder welche Alternativen bieten sich?“, „Wie trete ich taktvoll und sicher auf?“ oder „Wie spreche ich Personen mit erworbenen oder geerbten, durch Berufung oder Verteidigung erlangten Titeln an?“ – das sind nur einige der Themen, die Knigge-Trainerin Marion Ising im intensiven Business-Knigge-Seminar angesprochen hat. Das Seminar ist Bestandteil des dritten Förderjahrs des MINToringSi-Programms „MINToringSi – Masterstudierende und Doktoranden begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“. Ende September haben es die MINTees, die 2018 ins Coaching-Programm gestartet sind und mittlerweile im zweiten Semester an der Universität Siegen studieren, gemeinsam mit ihren MINToren und Programmbetreuern im Restaurant Siegboot in Siegen – unter Einhaltung der geltenden Coronaregeln – absolviert.

Teilnehmende und Koordinatoren des MINToringSi Jahrgangs 2018 mit Knigge-Trainerin Marion Ising

„Die Gelegenheit, Unsicherheiten z.B. bei der Begrüßung, dem Business-Essen oder auch dem häufig gefürchteten Small-Talk auszuräumen und eine professionelle Anleitung zu bekommen, war für die Programmteilnehmenden eine wertvolle Vorbereitung auf den Berufsstart“, ist sich Julia Förster, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut, sicher. Im Rahmen des MINToringSi-Programms organisieren die MINToren immer wieder Veranstaltungen mit Themenschwerpunkten, die die Teilnehmenden auf das Berufs- und Studienleben vorbereiten. „Dabei ist es uns wichtig, dass die Studierenden einen Mehrwert aus der Teilnahme ziehen und das Programm begeistert abschließen“, sagt Dr. Bernd Klose MINToringSi-Programmkoordinator seitens der Universität Siegen.

Als Dessert gab es diesmal eine Überraschung der Küche: Eis, Creme, Frucht, Mousse und noch warmes Gebäck, wie frische Waffeln und Apfel-Zimt-Kuchen mit Sahne waren einfach klasse. Durch die unterschiedlichen Konsistenzen gab es kleine Gabeln und Löffel, die beide gleichzeitig benutzt werden konnten. Da alles sehr lecker war, war hier die größte Herausforderung, sich auszusuchen, was am besten schmeckte.

Während des Seminars und beim anschließenden moderierten Knigge-Dinner hat Knigge-Trainerin Marion Ising den Teilnehmenden professionelle Tipps gegeben und für viele Aha-Erlebnisse gesorgt. Dabei stand das Thema Wertschätzung in allen Bereichen im Vordergrund.

Nach dem theoretischen Teil konnten die Teilnehmenden selbst erleben, wie ein Sektempfang – mit dem häufig gefürchteten Smalltalk – professionell gemeistert wird. Dabei haben sie erfahren, wie beispielsweise das Glas stilvoll am Stiel gefasst wird oder wie verfahren wird, wenn gleichzeitig noch ein Teller mit Häppchen gehalten werden muss. Im Anschluss daran wurden die Teilnehmenden beim moderierten Business-Essen nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern sie haben in lockerer Atmosphäre gelernt, die Tücken eines gesellschaftlichen Banketts geschickt zu meistern. Während des Vier-Gänge-Menüs lernten die Teilnehmenden unter anderem die korrekte Anordnung und Verwendung des Bestecks. „Darüber hinaus wurde bei der Menüauswahl im Vorfeld darauf geachtet, dass es Gänge gibt, bei denen ein Abenteuereffekt entsteht“, erläutert Knigge-Trainerin Marion Ising. Aus diesem Grund wurden zum Hauptgang wahlweise Perlhuhn oder ein vegetarisches Gericht gereicht.

Nach dem Business-Knigge-Seminar ziehen die beiden Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster ein positives Fazit: „Die Teilnehmenden sind mit dem Business-Knigge nun über die aktuellen Umgangsformen 2021 informiert und profitieren von einem sicheren und stilbewussten Auftreten im beruflichen Alltag.“

Text: Julia Förster; Fotos: MINToringSi/Lea Klein

MINToringSi-Teilnehmer programmierten Internetseite für Planetenlehrpfad

Ole Samuel Witt und Tjark Fischer (vorne v. l.) haben eine Internetseite zum Planetenlehrpfad selbst erstellt und programmiert.

Tjark Fischer und Ole-Samuel Witt, die beide 17-jährige Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe sind und Ende Januar offiziell ins Bildungsprogramm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in ein MINT-Studium“ aufgenommen wurden, haben im Rahmen ihrer gemeinsamen Physik-Facharbeit eine Internetseite für den Bad Laaspher Planetenlehrpfad entwickelt, programmiert und designt. „Diese Anfertigung einer solchen Facharbeit ist eine sehr gute Grundlage für die Projektarbeit im zweiten Förderjahr des Bildungsprogramms MINToringSi“, sind sich die beiden MINToringSi-Programmbetreuer Dr. Thomas Reppel und Julia Förster einig. Seit 3. September ist die offizielle Website des Planetenlehrpfads Bad Laasphe unter www.planetenlehrpfad.space verfügbar. Interessierte haben die Möglichkeit, das Sonnensystem online zu erkunden – zu Hause, unterwegs oder bei einem Spaziergang entlang des Lehrpfads. 

Spannende Informationen zu den einzigartigen Planeten, ein anspruchsvolles Planeten-Quiz, eine anschauliche Simulation der Planetenumlaufzeiten um die Sonne und vieles mehr warten auf interessierte Homepagebesucher. Weiterhin kann der Besuch des Planetenlehrpfads mithilfe der detaillierten Anfahrtsbeschreibungen auf der Homepage geplant werden. Hintergrundinformationen zur Entstehung und Geschichte des Lehrpfads runden das Angebot auf der Website ab. 

Die offizielle Website des Planetenlehrpfads Bad Laasphe ist seit Anfang September verfügbar.

Für die Zukunft haben die beiden Schüler ein Drohnenvideo angedacht, das den Flug entlang des Planetenlehrpfads zeigt. Weiterhin sind QR-Code-Tafeln sowie eine neue Beschilderung des Planetenlehrstabs denkbar. Eine maßstabsgetreue Umrechnung der Gehgeschwindigkeit der Besucherinnen und Besucher in Lichtgeschwindigkeit ist ebenfalls eine denkbare Weiterentwicklungsmöglichkeit.

Dieses gemeinsame Programm des VdSM als Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V., der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg fördert seit 2008 in jeweils drei Jahre langen Mentoren-Beziehungen den Übergang vom Abitur bis in die ersten Semester an der Universität. Dadurch sollen die Teilnehmer von MINToringSi bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach unterstützt werden. Die Abkürzung „MINT“ steht dabei für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Infos und Fotos: Städtisches Gymnasium Bad Laasphe

Im Online-MINToringSi-Camp selbst experimentiert

Wie wird mit Hilfe einer Entwurfssoftware eine elektronische Schaltung virtuell entwickelt? Wie funktioniert ein in Software programmierter Herzschrittmacher? Welche Herausforderungen gibt es im Leichtbau? Wie kann eine Lavalampe selbst gebaut werden? Was sind asymptotische Konfidenzintervalle? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen Ende Juni 19 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“.

Die Teilnehmenden des Online-MINToringsSi-Camps 2021
(Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Im Online-MINToringSi-Camp brachten Lehrende der Universität Siegen den MINTees an zwei Nachmittagen die Bereiche Elektrotechnik, medizinische Informatik, Fahrzeugleichtbau, Chemie und Mathematik näher. Die Veranstaltung ist Bestandteil von MINToringSi, einem gemeinsamen Programm des Verbandes der Siegerländer Metallindustriellen e.V. (VdSM), der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg. Ziel ist es, angehende Abiturientinnen und Abiturienten bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu unterstützen und den Übergang an die Hochschule in den ersten Semestern zu begleiten.

„Das MINT-Camp ist ein wichtiger Baustein im Programm, der den Schülerinnen und Schülern praktische Anwendungsfelder der Studieninhalte zeigt“, sagt Julia Förster, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. „Die MINT-Fächer werden dadurch mit Leben gefüllt und die Workshops helfen dabei, Begeisterung zu wecken und so die Motivation für ein Studium zu stärken.“

Während des zweitägigen Camps wurden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich dann mit dem jeweiligen Lehrenden in einem Breakout-Raum getroffen haben, um dort gezielt ein Thema zu behandeln. So gab es einen Raum für die Elektrotechnik, einen für die medizinische Informatik, einen für den Fahrzeugleichtbau und einen weiteren in dem sich mit Chemie und Mathematik beschäftigt wurde.

Im Elektrotechnik-Workshop von Dipl.-Ing. Peter Sahm entwickelten und testeten die MINTees mit Hilfe einer Entwurfssoftware eine elektronische Schaltung virtuell. Damit es jedoch nicht bei der momentan allgegenwärtigen Virtualität blieb, wurde die Schaltung im Anschluss auch real aufgebaut.
(Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Einen Einblick in ein Themengebiet der Elektrotechnik gab Dipl.-Ing. Peter Sahm mit seinem Workshop „Praktischer Schaltungsentwurf“. Am Beispiel der sogenannten „astabilen Kippstufe“ lernten die MINTees, wie man mit Hilfe einer Entwurfssoftware (hier TinkerCAD) eine elektronische Schaltung virtuell entwickeln und anschließend auch testen und betreiben kann, ohne sie vorher real aufgebaut zu haben. Damit es jedoch nicht bei der momentan allgegenwärtigen Virtualität bleibt, wurde im Anschluss die Schaltung auch real aufgebaut. Hierfür hatten die MINTees im Vorfeld alle benötigten Komponenten per Post nachhause geschickt bekommen: Ein kleines Experimentier-Board, zwei Widerstände, ein Potentiometer, zwei Kondensatoren, ein Takt-IC, ein LED, ein Batteriepack sowie mehrere Verbindungskabel. „Bei der Durchführung des Experiments zeigte sich sehr deutlich, dass die Betreuung von praktischen Arbeiten aus der Ferne eine große Herausforderung ist“, sagte Dr. Bernd Klose, der das Programm für die Universität Siegen betreut. Dennoch hätten es fast alle MINTees geschafft, die astabile Kippstufe in Gang zu setzen und die LED in Abhängigkeit von der Potentiometereinstellung schnell oder langsam blinken zu lassen – exakt so, wie es die Simulation am PC vorher gezeigt hat.

In Workshop zur medizinischen Informatik lernten die MINTees von Christian Gibas, dass das Elektrokardiogramm (EKG) das zentrale Instrument ist, wenn es um die Untersuchung des menschlichen Herzens geht. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Den Teilbereich der medizinischen Informatik brachten die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Steffen Büchner, Christian Gibas und David Krönert den MINTees näher. In diesem Workshop lernten die MINTees, dass das Elektrokardiogramm (EKG) das zentrale Instrument ist, wenn es um die Untersuchung des menschlichen Herzens geht. Zu Beginn des Workshops wurden die Grundlagen von dem EKG und dem Herz gelegt, bevor in einem nächsten Schritt der Herzschrittmacher (HSM) vorgestellt wurde. Dieses Wissen nutzen die Schülerinnen und Schüler, um im Folgenden selbst mit einem in Software programmierten Herzschrittmacher in Berührung zu kommen. Dabei hatten sie die Gelegenheit, das Programm über einzelne Parameter anzupassen und zu beobachten, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Funktionsweise des Herzschrittmachers haben.

Im Breakout-Raum „Fahrzeugbau“ lernten die Schülerinnen und Schüler von den MINToren Timo Meyer und Damian Sulik verschiedene Leichtbauprinzipien kennen. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Im Breakout-Raum „Fahrzeugbau“ lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Leichtbauprinzipien kennen. Weiterhin gaben die MINToren Timo Meyer und Damian Sulik konkrete Beispiele für den Leichtbau, wie zum Beispiel den BMW i8 oder den BMW i3. Anhand von Videos wurden verschiedene Front-Crashversuche sowie ein Fallturmvideo gezeigt. Für die MINTees galt es außerdem, Überlegungen anzustellen, wie ein Ingenieur vorgehen würde, wenn er eine Crashbox entwickelt.

Im Chemie-Workshop von MINTorin Désirée Schütz bauten die MINTees eine Lavalampe. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Die Küchenexperimente von MINTorin Désirée Schütz brachten den Schülerinnen und Schülern die Chemie näher. So wurde geschaut, welche Reaktion es gibt, wenn Leitungswasser, Zitronensäure oder eine Natronlösung auf Heidelbeeren, zerkleinerte Radieschenstückchen, Schwarztee, Kurkuma, Butterfly Tea oder Rotkohl gegeben werden. Ziel des Experiments war es, unterschiedliche Farbveränderungen, sogenannte Indikatoren zu erkennen. Indikatoren zeigen durch Farbveränderungen an, ob Lösungen sauer oder alkalisch sind. Im zweiten Experiment von MINTorin Désirée Schütz hatten die MINTees die Gelegenheit eine Lavalampe selbst zu bauen.

Im gleichen Breakout-Raum bekamen die MINTees – neben den chemischen Eindrücken – auch einen Teilbereich der Mathematik näher erklärt. Dr. Thomas Reppel, der gemeinsam mit Dr. Bernd Klose das Programm MINToringSi für die Universitä Siegen betreut, hatte für den Workshop das Thema „Schokolinsen, Statistik und asymptotische Konfidenzintervalle“ ausgewählt. Von Dr. Thomas Reppel lernten die MINTees unter anderem eine Grundidee der Statistik kennen, was der Anteilswert ist oder was Konfidenzintervalle für statistische Parameter sind. Mit Hilfe von verschiedenfarbigen Schokolinsen sollten die Schülerinnen und Schüler dann selbst Konfidenzintervalle für die Anteilswerte der einzelnen Farben berechnen.

Am Ende des Online-MINToringSi-Camps zogen die drei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose, Dr. Thomas Reppel und Julia Förster ein positives Fazit: „Das Online-MINToringSi-Camp ist für die Teilnehmenden eine sehr gute Möglichkeit – sich fernab des regulären Schulunterrichts – etwas intensiver mit MINT-Fächern zu beschäftigen.“

Text: Julia Förster

Sieger des MINToringSi-Jahrgangs 2019 gekürt

Ein Teil der Siegergruppe der MINToringSi Projektphase 2019 mit Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal, Prof. Dr. Holger Schönherr sowie den drei Programmbetreuern Dr. Bernd Klose, Dr. Thomas Reppel und Julia Förster. (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Coronabedingt virtuell, aber nicht weniger feierlich ist im Rahmen des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ eine von drei Gruppen zum Sieger der fünf Monate dauernden Projektphase gekürt worden. Das Projekt der Gruppe – eine autarke Wetterstation.

Nach der vorangegangenen schriftlichen Ausarbeitung der Projekte hatten alle Gruppen Mitte Juni die Gelegenheit, ihre Projekte inklusive der konstruierten Prototypen einem interessierten Publikum aus Vertretern von Unternehmen, der Universität Siegen, Schulvertretern und Eltern virtuell zu präsentieren. Die Bandbreite der vorgestellten Arbeiten umfasste neben dem Siegerprojekt die Umsetzung einer energieeffizienten Magnetschwebebahn, ebenso wie die Entwicklung einer atmungsaktiven Wand, die sich an dem Vorbild eines Termitenbaus orientiert. In Umfang und Interdisziplinarität gingen die Projekte über die schulüblichen Arbeiten weit hinaus, um einen ersten Einblick in die Studien- und spätere Berufswelt zu vermitteln.

Zum Sieger der fünf Monate dauernden Projektphase ist die Gruppe von MINTor Till Staschko gekürt worden, die den Prototyp einer autarken Wetterstation angefertigt hat. Teammitglied Justus Krell (im Bild) erläutert die Funktionsweise des Spannungswandlers der Wetterstation. (Foto: MINToringSi/ Thomas Reppel)

„Die Arbeit des Gewinnerteams überzeugte durch außerordentliche Zielstrebigkeit, Fleiß, Teamarbeit sowie ein gutes Zeitmanagement – und all das in Zeiten der Corona-Pandemie“, erläuterte Dr. Thomas Reppel, Programmbetreuer seitens der Universität Siegen die Juryentscheidung in seiner Laudatio. Die Arbeit von Midhushaan Ananthakumar, Daniel Büttner, Lorenz Henkel, Justus Krell, Sinan Pourazari und Abdul-Aziz Ar-Riyabi stäche in vielerlei Hinsicht heraus. „Sowohl durch das gesellschaftlich sehr aktuelle Thema, als auch durch die Verwendung von vielen naturwissenschaftlichen und technischen Themengebieten: Elektrotechnik, Informatik, Chemie, Physik und Aspekte moderner Fertigungsmethoden sind in die Arbeit eingeflossen“, ergänzte Dr. Reppel. Weiterhin könne die Arbeit aus akademischer Sicht durch ihre sehr gute Dokumentation überzeugen. „Abgerundet wird der sehr gute Eindruck durch einen funktionsfähigen Prototyp.“

Jonas Heider aus der Gruppe von MINTor Paulus Aleksa gibt den Zuhörern der virtuellen Veranstaltung einen Einblick zum Projekt seiner Gruppe, der energieeffizienten Magnetschwebebahn. (Foto: MINToringSi/ Thomas Reppel)

Vor den Präsentationen wurden in den Grußworten von Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal (Vorsitzender VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.), Prof. Dr. Holger Schönherr (Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät IV der Universität Siegen) sowie von Thomas Daub (Leitender Regierungsschuldirektor der Bezirksregierung Arnsberg) die Wichtigkeit des Nachwuchses in den MINT-Fächern betont. „Mithilfe von MINToringSi möchten wir junge Menschen dazu motivieren, ein MINT-Studium aufzunehmen. Gleichzeitig ist uns der frühzeitige Kontakt zu den MINToringSi-Teilnehmenden sehr wichtig – denn die MINTees sind unsere zukünftigen Fachkräfte“, betonte daher Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal in seinem Grußwort.
Prof. Dr. Holger Schönherr, ergänzt aus Universitätssicht die positiven Effekte, die die Teilnahme an Förderprogrammen dieser Art auf die Teilnehmenden habe: „Im Projekt lernen die MINTees das disziplinübergreifende und zielorientierte Arbeiten im Team und können so die Praxis simulieren. Diese Erfahrungen helfen dann zusätzlich bei der Wahl eines geeigneten Studienfachs.“

Die Programmträger, Betreuer und MINToren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Programm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ bei den virtuellen Abschlusspräsentationen (Foto: MINToringSi/Julia Förster)

Thomas Daub, der sich für das Programm seitens der Bezirksregierung Arnsberg stark macht, betonte in seinem Grußwort, welche gesteigerte Bedeutung die MINT-Berufe im Zuge der Corona-Pandemie eingenommen haben. „Die Covid19-Pandemie hat aufgedeckt, wie sehr eine Gesellschaft die MINT-Expertinnen und Experten benötigt“, sagte er. Diese Expertinnen und Experten würden allerdings nicht auf Bäumen wachsen, sodass das Interesse für die MINT-Fächer möglichst frühzeitig geweckt werden muss.

Abgerundet wurde die informative Veranstaltung mit den Musikstücken „Kleiner Dodo“, „Unique Landscapes“, „Monkey Mind“ und „Ein Lied für Anna“, die Justus Bien mit akustischer Gitarre intonierte.

Text: Julia Förster

Virtueller MINToringSi-Stammtisch ermöglichte Austausch

Was ist aus den MINTees, die aktuell im dritten Förderjahr des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ sind, geworden? Um dies herauszufinden, haben sich die sechs MINToren (Lea Klein, Willis Collins Muganda, Ines Nüßgen, Dr. Lisa Randolph, Steven Schellert und Matthias Weber) des Jahrgangs, der 2018 ins Programm gestartet war und die beiden Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster mit den fünf MINTees getroffen und sich in lockerer Runde ausgetauscht.

Die MINTees, die der Einladung zum ersten virtuellen Stammtisch gefolgt waren, sind Athavan Ananthakumar, Silas Elter, Clemens Hartmann, Tom Mockenhaupt (alle ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Wilnsdorf) und Jona Schellhorn (ehemals Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen). Bis auf Athavan Ananthakumar, der jetzt in Aachen Elektrotechnik studiert, haben alle ihren Weg an die Universität Siegen gefunden. Tom Mockenhaupt und Jona Schellhorn studieren in Siegen Physik, Silas Elter Elektrotechnik und Clemens Hartmann Informatik.

Bei dem virtuellen MINToringSi-Stammtisch konnten sich die Teilnehmenden des dritten Förderjahrs mit ihren MINTorinnen und MINToren sowie den beiden Programmbetreuern Dr. Bernd Klose (Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) in lockerer Runde austauschen.

Was alle vereint ist die Tatsache, dass bislang kaum jemand von Ihnen die Universität, egal ob in Siegen oder in Aachen, richtig von innen gesehen hat. Corona bedingt läuft nahezu alles virtuell ab. Dadurch ist es aus der Sicht der MINTees nicht immer einfach, dem Lehrangebot zu folgen, da „man mit niemandem im direkten Austausch ist und alles eben nur über den Bildschirm läuft“. Trotzdem habe jeder Professor die Online-Vorlesungen gut vorbereitet. „Normalerweise schreiben die Dozenten an der Tafel die Rechenwege an, jetzt werden sie Punkt für Punkt anhand von Folien abgearbeitet. Dadurch ist es manchmal auch etwas schwieriger zu folgen“, berichtet einer der teilnehmenden MINTees. Bei praktischen Versuchen, die beispielsweise in der Chemie gemacht werden, ist es ähnlich. Anstatt selbst einen Versuch im Labor durchzuführen, können Corona bedingt oft nur fertige Videos gezeigt werden, sodass das Reale durch das Digitale ersetzt wird. Wie Athavan Ananthakumar berichtet hat, geht man an der Universität Aachen in Sachen Digitalisierung sogar noch einen Schritt weiter, indem dort videoüberwachte Klausuren geschrieben werden.

Trotz aller gegebenen, digitalen Möglichkeiten würden sich die fünf MINTees wünschen, demnächst reale Seminare und Vorlesungen zu besuchen und auch ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen vor Ort zu sehen und nicht nur virtuell. „Wir haben uns ja an keiner Fernuni eingeschrieben“, sind sich die MINTees einig. Darüber hinaus möchten sie auch das, was das eigentliche Studentenleben ausmacht – gemeinsame Mensabesuche, oder eine Party am Abend – miterleben.

Am Ende des virtuellen Stammtischs ziehen die zwei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel des Stammtischs war es, erneut mit den MINTees in Kontakt zu treten und Ihnen die Möglichkeit eines Gedanken- und Erfahrungsaustauschs zu bieten. Dadurch, dass auch offen über Probleme und anfängliche Schwierigkeiten gesprochen wurde, ist es den MINTorinnen und MINToren sowie uns Programmbetreuern gelungen, den MINTees Hilfestellungen und Tipps zu geben, wo sie Verbündete (z.B. den Fachschaftsrat und Vertrauensdozenten) finden können.“

Text und Foto: MINToringSi/Julia Förster

Virtuelle Vorträge für MINTees

Welcher Mathematiker löste im Jahr 1736 das Sieben-Brücken-Problem von Königsberg? Wie wird eine sexuelle Präferenz bei Fischen gemessen? Was macht ein Senhance in Siegen? Warum sind LED-Lampen energiesparend? Diese und einige weitere Fragen hatten Mitte Mai 19 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ zu lösen.

Schon bei der Planung im Vorfeld waren sich die drei MINToren Désirée Schütz, Timo Meyer und Damian Sulik sowie die Programmkoordinatoren Dr. Bernd Klose, Dr.-Ing. Thomas Reppel (beide Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen) und Julia Förster (Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) einig darüber, dass die Veranstaltungen des ersten Förderjahrs des Coaching-Programms anders ablaufen werden als sonst. Aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen wurden dem MINToringSi-Jahrgang, der 2020 ins Programm gestartet ist, vier virtuelle Vorträge geboten, zu denen sich die Teilnehmenden von Zuhause aus via Zoom zugeschaltet hatten. Die Vortragenden, die Professorinnen und Professoren sowie die Doktorinnen und Doktoren der Universität Siegen sind, kamen aus den Disziplinen Mathematik, Biologie, medizinischer Informatik und Chemie. Für langanhaltende Konzentration, bei den exklusiven Online-Vorträgen am 19. Mai, bekamen die MINTees im Vorfeld ein Paket mit allerlei Snacks.

Die Teilnehmenden, die im 2020 offiziell ins Coaching-Programm „MINTo-ringSi“ aufgenommen wurden, bekamen Mitte Mai vier virtuelle Fachvorträge aus den Disziplinen Mathematik, Biologie, medizinischer Informatik und Chemie geboten.

Der erste Teil der digitalen Veranstaltung fand in einem großen Zoom-Meetingraum statt. Nach der Begrüßung begann Dr. Felicitas Pielsticker als Erste mit Ihrem Vortrag. Ihr Thema lautete „Mit Mathematik optimieren – den ,besten‘ Weg finden“. Die Teilnehmenden lernten was ein Knoten ist und dass das Sieben-Brücken-Problem von Königsberg mithilfe des mathematischen Teilgebiets der Graphentheorie gelöst und begründet werden kann. Als zweite Referentin war Prof. Dr. Klaudia Witte an der Reihe. Sie sprach zum Thema „Social media für Fische“. Bei diesem Vortrag lernten die Zuhörer, wie eine sexuelle Präferenz bei Fischen gemessen wird. „Es wird die Zeit erfasst, die der Fisch in einem bestimmten Areal vor einem bestimmten Stimulusfisch verbringt“, erläuterte Prof. Dr. Witte. Als Drittes war Prof. Dr. rer. nat. Rainer Brück an der Reihe. Bei ihm ging es um das Thema „MINT4Life – ,Bleiben Sie gesund‘ mit XR und IT“. Die Zuhörer lernten hier, was ein Senhance in Siegen macht. „Ein Senhance ist ein Operationsroboter, der für vielfältige Operationen im St. Marienkrankenhaus in Siegen eingesetzt wird“, sagte Prof. Dr. Brück. Der letzte Vortrag zum Thema „Leuchten for Future“ war von Prof. Dr. Claudia Wickleder. Sie brachte den Zuhörenden näher, warum LED-Lampen mit anorganischen Leuchtstoffen einen wesentlichen Teil zur weltweiten Energieeinsparung beitragen können und stellte außerdem neue hell-leuchtende Nanopartikel zur Detektion von Feinstaub, Mikroplastiken und für die Krebsdiagnostik vor, die ihn ihrem Arbeitskreis an der Uni Siegen entwickelt werden.

Damit der Lern-Effekt bei den MINTees nicht zu kurz kam, wurden sie nach den Vorträgen in vier Gruppen aufgeteilt, die sich dann – jeweils mit einem MINTor bzw. mit Dr.-Ing. Thomas Reppel – in verschiedenen Breakout-Rooms zusammengefunden haben. Innerhalb dieser Räume und Gruppen galt es möglichst viele Fragen korrekt zu lösen, deren Antworten sich durch aufmerksames Zuhören bei den Vorträgen ergaben. „Um den MINTees einen Eindruck von den Fragen zu geben, haben sie bereits einen Teil kurz vor der Veranstaltung per E-Mail erhalten“, sagt Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein. „Die restlichen Fragen wurden ihnen dann live von den MINToren in den Breakout-Räumen gestellt“, ergänzt Dr. Bernd Klose, der das Programm für die Universität Siegen betreut. Neben fachlichen Fragen gab es auch persönliche Fragen zu beantworten, indem die MINTees den Referentinnen und Referenten ihre Lieblingssnacks zuordnen mussten. Ebenso wie die MINTees haben auch die Vortragenden Snacks erhalten, darunter ihre angegebenen Favoriten: Tee, Frikadellen, Schokolade und Cashew-Kerne.

Die Gruppe, die die meisten Fragen korrekt gelöst hatte, wurde am Ende der Veranstaltung im großen Zoom-Meetingraum als Siegerteam gekürt und mit Geschenk-Gutscheinen belohnt. Gewonnen hat die Gruppe von MINTor Damian Sulik mit den MINTees Mohamed Khazuran (Städt. Gymnasium Bad Laasphe), Luc Mathis Schneider (Gymnasium auf der Morgenröthe), Darko Sekulic (Gymnasium auf der Morgenröthe), Marie Daub (Gymnasium Wilnsdorf) und Loreen-Michelle Huebers (Gymnasium Wilnsdorf).

Am Ende des Tages ziehen die drei Programmbetreuer Dr. Bernd Klose, Dr.-Ing. Thomas Reppel und Julia Förster ein positives Resümee: „Ziel der digitalen Veranstaltung war es, dass die MINTees mehrere Berührungspunkte mit dem MINT-Bereich bekommen. Durch die vier verschiedenen Fachvorträge und die Fragen im Anschluss, ist das sehr gut gelungen.“ Als nächstes steht für die MINTees ein MINT-Camp Ende Juni auf dem Programm.

Text: Julia Förster; Foto: MINToringSi/Thomas Reppel